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Tagung

Kultur und Digitalisierung II

Veranstaltungen

Do 04. - Sa 06. Juni 2009, 16:00 bis 12:00, Romainmôtier

Im zweiten Colloquium zum Thema Kultur und Digitalisierung steht die Thematik des Speicherns, Aufschreibens und Überlieferns im Vordergrund.

2008 hat im L’arc eine mehrjährige Recherche zum Thema Kultur und Digitalisierung angefangen. Die Durchdringung des Alltags mit digitalen Medien erscheint zunehmend als tiefgehende Innovation und epochaler, einschneidender Medienumbruch: Der Computer ist zum Leitmedium der Gegenwart, der Gebrauch des Computers zu einer Kulturtechnik geworden.

Kultur und Medialität sind eng miteinander verbunden. Was passiert aber in diesem Medienumbruch in Kultur und Gesellschaft genau? Wo sind die Bruchlinien? Welche Chancen bietet dieser Wandel?

Im ersten Colloquium wurde nach den Spuren dieses Umbruchs in der Alltagserfahrung der Generationen gefragt. 2009 stehen Fragen rund um die Dynamik von Gedächtnis und Erinnerung, von Festhalten und Überlieferung im Mittelpunkt.

In unserer Kultur – und zwar in der Alltagskultur ebenso wie bei der künstlerischen Tätigkeit im engeren Sinn – spielen Aufschreiben, Festhalten, Aufbewahren, Weitergeben und Verbreiten eine zentrale Rolle. Dazu bediente sich die Kultur der Medien – zunächst basaler wie Stimme, Schrift, Buch. Ab dem 19. Jahrhundert kamen die technischen Medien dazu: Photographie, Grammophon, Schreibmaschine, Kino etc. Ein radikaler Medienbruch erfolgte Ende des 20.Jahrhunderts mit den digitalen Medien.

Was bedeutet dieser Medienumbruch für eine Kultur, in der diese Erinnerungs- und Aufbewahrungs-Techniken so zentral sind? – Im Colloquium konzentrieren wir uns dabei auf die Bereiche Musik, Architektur, Buch.

Das Colloquium im L’arc Romainmôtier soll – ganz in der Tradition dieses Hauses – mehr als ein wissenschaftliches Symposium sein: ein Workshop, in dem die Begegnung von KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und KulturfördererInnen im Mittelpunkt steht. Die einzigartige mittelalterliche Anlage soll dabei nicht nur ein angenehmer Aufenthaltsort sein, sondern thematischer Bezugspunkt in einem Koordinatensystem, dessen Dimensionen sich laufend erweitern.


Leitungsteam
• Veronika Sellier, Leiterin L’arc, Migros-Kulturprozent, Zürich
• Dominik Landwehr, Leiter Pop und Neue Medien, Migros-Kulturprozent, Zürich
• Peter Haber, Historiker, Historisches Seminar der Universität Basel
• Claudia Rosiny, Medienwissenschafterin, Bern

Öffentliche Anlässe

Am Donnerstag 4.Juni 2009 um 21.00 Uhr zeigen die beiden Solothurner Künstler Flo Kaufmann und Strotter ihre Performance "Durchdrehen" für Bierdosen und eine manipulierte Vinylplatten-Schneidemaschine.

Am Freitag 5.Juni um 20.15 spielt die Zürcher Organistin Claudia Hinden auf der Orgel der Klosterkirche von Romainmôtier ein Konzert mit geistlicher Musik. Zu hören sind Werke vom Mitttelalter bis ins 19.Jahrhundert.

Detailprogramm im nebenstehenden PDF Dokument.

Ausserdem
Ausstellung

Agnes Meyer Brandis

Die erste Einzelausstellung der deutschen Künstlerin in der Schweiz.

Basel