Poême Electronique# Peter Révai |
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Das "Poême Electronique" 1958 von Edgar Varèse ,Iannis Xenakis und Le Corbusier - die erste Multimedia-Installation der Neuzeit. |
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Die Befreiung des Klangs Annäherungen in Wort, Klang und Bild an das erste Multimedia-Projekt der Moderne - das Poème Electronique. Von Peter Révai Für die Weltausstellung in Brüssel 19958 konzpierten unter Federführung des Architekten und Malers Le Corbusier der Komponist Edgard Varèse und der Komponist/Architekt Iannis Xenakis ein Gesamtkunstwerk, das von der damals noch vor allem auf Glühlampen spezialisierten Firma Philips in Auftrag gegeben wurde und die Errungenschaften der modernen Technik, besonders der elektronischen, thematisieren sollte. Der Titel des ganzen Projekts lautete Poème Electronique und zeigte als eine Art Genesis in einer von Le Corbusier inszenierten Lichtschau die Geschichte der Menschheit in 480 Sekunden. Die dazu gehörende Architektur erinnerte an ein mehrspitziges Zelt aus Beton und stammte vom Komponisten Xenakis. Einem überdimensionerten Kuhmagen gleich nahm der "Philips-Pavillon" bis zu 25 000 Besucher täglich auf und bot ihnen die Gelegenheit, sich einem Konglomerat aus Bildern, Farben, Slogans und Klängen auszusetzen. Optischer Mittelpunkt des Projekts waren Farb- und Bildprojektionen. Letztere bestanden aus in Sekundenschnelle wechselnden Schwarz-weiss-Fotos, die verschiedenste Kultgegenständen aus unterschiedlichen Zvilisationen bis hin zu Portraits von Menschen aus verschiedenen Ethnien und Altersklassen beinhalteten und zum Teil aus dem Fundus von André Malraux´ Musée Imaginaire stammten. Wichtig für die magische Wirkung waren neben den projizierten Farbeffekten besonders die Musik. Sie wurde vom Franko-Amerikaner Varèse komponiert und war eines der ersten elektro-akustischen Werke der Musikgeschichte. In den Wänden eingebettet gab es Hunderte von Lautsprechern, die in Form von Klangbahnen das Werk von Varèse gleichsam verräumlichen halfen. Der Vortrag stellt dieses monumentale, aber trotzdem lyrische Werk in Bild und Klang vor und versucht, die prototypischen Ansätze, die es kennzeichnen, herauszuschälen und diese für künftige Projekte aufzubereiten. * Der Katalog auf CD-ROM für Mac und PC ist dieser Tage erschienen und kann für Franken 49.50 bei matek@aruno oder via Fax unter 01-389 84 00 bestellt werden. |
| Biographie Peter Révai |
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Peter Révai studierte Musikwissenschaft und Informatik an der Universität Zürich und beschäftigt sich seitdem mit Computermusik, über die er regelmässig in diversen Publikationen schreibt. Nach Einführungskursen bei Bruno Spoerri und Gerald Bennett am Schweizerischen Zentrum für Computermusik verbrachte er einige Zeit am Pariser IRCAM/Abteilung Pédagogie, um u.a. über das Poème Electronique als erstes Multimediawerk der Moderne zu forschen. Auch war er als künstlerischer Leiter der "konzertreihe mit computer-musik" im Kunsthaus Zürich oder als Kurator am Migros-Museum für eine interaktive Klanginstallation des französischen Komponisten Jean-Baptiste Barrière* tätig. Seit kurzem leitet er das elektronische Klangstudio der Zürcher Kunstfachschule F + F. |
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