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29.10.06

Blogspiel

drbs_k.gifGespielt wird gern und viel. Dank netzfähiger Games auch online. Und obendrein wird man natürlich als NetznutzerIn allenhalben auf Werbebannern dazu aufgefordert, sich auf diverse Spielchen einzulassen - wobei solche Einladungen wohl eher lästig als wirklich lockend sind. Von möglichen Folgen wie Werbe-Spam einmal ganz abgesehen.
Jetzt also auch noch ein blogspiel?

Aber keine Sorge: Hier geht es nicht um die nächste Falle, in die niederträchtige Marketing-Spezialisten ihre Köder auf das Spieltier Mensch ausgelegt haben. Vielmehr kann - und soll - man beim Blogspiel kreativ werden, um dann möglicherweise www-weltweit auf Sendung zu gehen.

Doch nicht etwa, um anderen Radioangeboten Konkurrenz zu machen. Ausgeheckt hat das Ganze nämlich eine etablierte Rundfunk-Institution - das on- wie offline denkbar guten Ruf geniessende Deutschlandradio, das auf diese Weise seinen Beitrag zum immer beliebteren Podcasting leisten will.

drbs_g1.gifSelber bietet der Sender ausgewählte Programmteile schon lange als Podcasts an und ist natürlich sowieso per Webradio-Stream live mitzuhören. Mit dem blogspiel sollen die HörerInnen nun jedoch animiert werden, selbst aktiv zu werden.
Gedacht ist das Projekt , wie das obligate FAQ (= Frequently Asked Questions) erläutert, als

"Eine Verbindung zwischen Blogosphäre und Hörfunk. Ein interaktives Projekt rund um den Komplex Blogs, Hörspiel, Radio und Community.
Das blogspiel soll als Membran das klassische Massenmedium mit der Formenvielfalt der Internetradioszene verbinden und in beide Richtungen durchlässig sein."

drbs_g2.gifDas klingt ein bisschen arg werbegetextet - sollte aber niemanden davon abschrecken, sich die Sache näher anzuschauen bzw. anzuhören. Und gegebenenfalls mitzumachen.
Denn darum geht es beim Blogspiel eigentlich: Audio-BloggerInnen und solche, die es werden wollen, sind dazu eingeladen, Beiträge einzureichen. Die stehen dann eine Woche lang auf der Hauptseite zur Begutachtung. Anschliessend wird das Hörstück, das die meisten Stimmen aus der Community auf sich versammeln konnte, bei der samstäglichen Blogspielsendung im Deutschlandradio ausgestrahlt (so soll es jedenfalls ab dem 04.11.06 funktionieren. Und hernach wandern alle Einreichungen ins Archiv, um neuen Beiträgen Platz zu machen.

Ob und wie das alles klappt, wird sich also noch weisen. Bereits jetzt kann man aber auf der originell gestalteten Eingangsseite durch eine Wolke von Hörstückchen hupfen - und von dort aus oft auch zu den Blogs ihrer MacherInnen weiterwandern. Zudem lässt sich über die sogenannten Spielzeug-Seiten allerlei Wissenswertes für eigene Audioproduktionen einholen.
Insofern ist das Blogspiel allemal schon - und sozusagen unabhängig vom individuellen Einsatz - ein Gewinn.

Findet jedenfalls miss.gunst, die für diesen Tipp christoph23, einem Leser des HOME MADE Weblogs dankt.

24.10.06

Word ist tot

wittt.jpgVia Peter Hogenkamps Hinweis auf Andreas Göldis "On Convergence" dort den Link entdeckt zu Garett Rogers Scoop, dass der Sourcecode von Googles "Word im Browser" Hinweise enthält, dass das Ding auch mal einen Offlinemode bekommen könnte. Will heissen: Dann kannst Du dieses "Word im Browser" auch verwenden, wenn Du NICHT online bist. Darum: Vergiss Word! Word ist tot!

Om Malik hatte es unlängst auch davon. Bei digg.com hat das Publikum eher negativ reagiert auf Maliks Einschätzungen. Wer will schon seine - vielleicht vertraulichen - Daten einem Dritten (erst noch Google...) überlasen auf Gedeih und Verderb. Das stimmt natürlich. Andererseits machst Du das mit Deinen Mails eigentlich dauernd. Ausser du verwendest konsequent eine verlässliche Verschlüsselung, kann die auch Krethi und Plethi lesen. Vielleicht ist Word doch noch nicht tot. Aber es riecht schon ziemlich streng!

23.10.06

Sozio Music Star Map

mustakl.jpgDie Programmierer von local.ch, einer Tochter der PubliGroupe, haben von SF die Adressen aller möchte-gern MusicStars erhalten. Die Coder bastelten daraus den Star Navigator: Eine zoombare Karte (à la Google Maps) der Schweiz mit einer Stecknadel bei allen Kandidierenden. Was zunächst als ziemlich überflüssig erscheint, kann auch gegen den Strich gelesen werden: Aus welchen Gegenden / Quartieren will niemand MusicStar werden? Und warum?

Im Falle Basel fällt auf, dass von dort, wo eher wohlhabendere Individuen (oberer Mittelstand und "aufwärts") domiziliert sind, keiner kandidiert. Traditionellerweise sind dazu zu zählen: Die Quartiere Bruderholz, Gellert, St. Alban, Paulus, Innerstadt, das Kleinbasler Rheinufer, weite Teile der Vorortsgemeinden Binningen, Riehen, Allschwil. Die Daten sind natürlich alles andere als repräsentativ, aber findige SozialwissenschafterInnen könnten damit sicher noch viel mehr anfangen. Go for it!
mustagross-1.jpg

13.10.06

Wissenswertes über DRM

drmi_k.gifDRM steht als Kürzel für...? Genau: "Digital Rights Management". Jedenfalls ist das die erste Übersetzung, die den meisten spontan in den Sinn kommen dürfte.
Klingt erst mal nach weiser Verwaltung der Rechtsverhältnisse im Umgang mit digitalen Medien und ergo auch mit Apparaten, die für die Herstellung, Speicherung, Übertragung und Wiedergabe entsprechender Daten zuständig sind.
Dass die allerdings nicht ganz unproblematisch ist, dürfte sich mittlerweile ebenfalls herumgesprochen haben.
Und genau deshalb gibt es jetzt auch eine Webseite, die diese Gemengelage etwas genauer ins Auge fasst.

Sie heisst - wie praktisch - drm.info. Was sich denkbar leicht merken lässt.

Allerdings wird das bekannte Kürzel hier, huch, etwas anders übersetzt. Nämlich in: "Digital Restrictions Management".
Zu gut Deutsch: Verwaltung digitaler Beschränkungen.
Und dieser Sprung kommt natürlich nicht von ungefähr zu Stande.

Denn die eher spektakulären Fälle, in denen frohegmute Käufer von Tonträgern feststellen mussten, dass sie sich mit der heissen Scheibe gleich ein virales System ins Haus geholt hatten, stellen lediglich die Spitze eines Eisbergs dar, der künftig wohl noch viele Menschen gehörig frösteln lassen wird. Und zwar mitnichten nur jene, die DRM offiziell das Fürchten lehren bzw. denen es das schnöde Handwerk legen soll: Illegal operierenden Hackern, Kopierern, Plagiatoren.

drmi_g.gifMal abgesehen davon, dass je nach bereits bestehender bzw. sich weiter entwickelnder Gesetzeslage auch schon die Anfertigung von privaten Sicherungskopien ordnungsgemäss erworbener CDs, DVDs oder Programme aus braven Bürgern böse Gesetzesbrecher machen kann (Wie meinen? Auch teure Scheiben leben manchmal nicht länger als fünf Jahre? Also bitte: Wenn Sie ein Joghurt oder eine Flasche Schampus kaufen, wollen sie die ja auch nicht später noch ihren Kindern vererben können, oder?): Eine ganze Reihe der bislang entwickelten DRM-Massnahmen hat wenig schöne Nebenwirkungen, die zudem nicht in der Packungsbeilage angegeben sind.
Dass ein teures Gerät dann nicht alles leistet, was es technisch betrachtet eigentlich könnte oder können sollte, gehört da noch zu den harmloseren Fällen.
Nicht nur Verbraucher- sondern auch Datenschützer melden da berechigte Bedenken an.

Über solche Probleme - also die Nachtseite des "Digital Rights Managements" - umfassender zu informieren, verspricht das besagte drm.info-Projekt:

"DRM betrifft Sie. Sie kennen es vielleicht als “Digital Rights Management” / "Digitales Rechte-Management" (DRM) oder als “Technological Protection Measures” / "Technologische Schutzmassnahme" (TPM). Diese Begriffe beziehen sich auf die von DRM-Befürwortern vorgegebene Verwendung von und Rechtfertigung für Digitales Restriktions-Management. Sie verstecken aber, was die Technik letztlich immer tun muss, um diese Ziele zu erreichen: Die Durchsetzung der Interessen Dritter gegenüber dem Benutzer eines Computers oder anderen Geräts -- mit oder ohne dessen Einwilligung. DRM.info hilft zu verstehen, wie DRM das persönliche Leben und die Gesellschaft in der wir leben, beeinflusst."

Ob man sich die Bedenken zu Herzen nimmt oder nicht, bleibt ja erst einmal jeder bzw. jedem selbst überlassen.
Inwieweit man zukünftig überhaupt die Möglichkeit haben wird, frei darüber zu entscheiden, wieviel Einfluss man DRM über das "das persönliche Leben und die Gesellschaft in der wir leben" zubilligen will, steht freilich auf einem anderen Blatt.

09.10.06

YouToogle

youtoogle.jpgOk, das Wall Street Journal machte letzte Woche als Gerücht einigermasen hart, was Michael Arrington von Techcrunch kurz zuvor angeblich via Mail gesteckt bekommen haben will, dass nämlich Google YouTube kaufen möchte - und alle beteten's nach. Seit heute Abend ist es sogar offiziell: Für lächerliche 1,65 Gigadollars in eigenen Aktien kauft Google YouTube. Was andere für viel zu wenig halten. Ich find's unendlich zu viel, denn eigentlich wär's ja ein Leichtes, mit diesem käuflichen Set an php-Skripts oder via diese gehostete Lösung selber noch rasch 'ne Videosite hochzuziehen - und sich feil zu bieten. swisstube.ch ist leider schon seit bald 10 Jahren vergeben. Was aber bedeutet das alles?

Ist doch ganz einfach. Eric Schmidt, immerhin Googles CEO, ist Verwaltungsrat auch von Apple. Apple lanciert im ersten Quartal 07 eine SettopBox, die vorerst provisorisch "iTV" heisst. iTV hat eine Ethernet-Schnittstelle (wireless und via Kabel) und mehrere Video-Ausgänge. Damit bringt das Ding u.a. IP-TV (Videopodcasts und Verwandte) auf Deinen Fernseher. Apple ist - vielleicht auch dank Schmidt - mit Google am Dealen darüber, zu welchen Konditionen iTV Google Videos integrieren kann. Wenn Apple und Google handelseinig werden und Google jetzt offenbar YouTube schluckt, wird iTV das Ding schlechthin für alle couch potatoes unter 50. Und das sind doch ganz schön viele. Ich sag mal: iTV plus Google inkl. YouTube = Der Tod von TV as we know it. Ingrid D., zieh Dich warm an!

Warum wird mit iTV the revolution televised? Und was ist daran anders als an anderen, ähnlichen Boxen? Ganz genau weiss ich es nicht. Aber es hat zu tun mit dessen Verbindung ins Netz, den Firmen, die dahinter stecken und dem Design. Und der Frage: Warum soll ich mir idiotische Shows à la "deal or no deal" antun, wenn ich in Zukunft via iTV Stephen Colbert plus 10'000de von Amateurproduktionen (darunter viel crap aber auch Perlen) haben kann? Bye bye Leutschenbach, for good.

Wie heisst's so bedeutungsschwanger bei CNN:



During a conference call, Google chief executive officer [und Apple Verwaltungsrat] Eric Schmidt said the YouTube deal would be one of "many investments" that Google planned to make in online video. He added that the combination of Google and YouTube would make Google more desirable to advertisers. "This is just the beginning of an Internet video revolution," he said.


Und wer verdient an dem Kauf? Die Risikokapitalisten von Sequoia Capital, die im Feberuar '05 rund 11 Millionen in YouTube investierten für 30% der Firma, machen daraus jetzt $480 Millionen, errechnet Techcrunch.

08.10.06

Free Hugs - Kultvideo auf Youtube

free-hugs-xs.jpg
Zwischendurch einfach mal was zum Schmunzeln: Das Video "Free Hugs" auf Youtube schafft das spielend. "Free Hugs" heisst soviel wie "Umarmung umsonst", auch wenn diese Übersetzung nicht gar so elegant ist.

Sehr viel mehr gibts in diesem Fall nicht zu sagen. Stattdessen möge man sich einfach das Video anschauen.


Free Hugs - auf Youtube unter /www.youtube.com/watch?v=vr3x_RRJdd4


Glaubt man den Informationen des Autors, so war "Free Hugs" ursprünglich einfach eine Aktion eines Künstlers in Sidney. Sie erinnert darin ein bisschen an das wunderbare, inszenierte Foto mit den beiden schwulen Polizisten, die Hand in Hand über die Quaibrücke in Zürich spazieren. Zu Reichmuth zeigt Zürcher Stadthaus eine Ausstellung.


"Free Hugs" ist offenbar mittlerweile zu einem Selbstläufer geworden, natürlich gibts eine Website dazu und natürlich sind Nachahmer gesucht...

03.10.06

Kunstfreiheit

kfch_ksw.gifVon der Freiheit der Kunst wird gern und viel geredet. Sowie geschrieben.
Meistens allerdings recht blumig - und ohne damit konkretes Handeln zu verbinden.
Anders liegt der Fall bei kunstfreiheit.ch, einer Initiative, die sich nicht nur einfach ein grosses Wort auf die Fahnen buchstabiert.

Gleich zum Einstand hat sie nämlich einen Offenen Brief (pdf) geschrieben, der u.a. an den Bundesrat Blocher gerichtet ist und dieser Tage seine Adressaten erreichen dürfte.

kfchb_g.gifLesen und bedenken sollten ihn jedoch nicht nur die persönlich Angesprochenen. Und unterzeichnen idealerweise wohl auch nicht nur diejenigen, deren Namen jetzt darunter stehen - die von Annette Schindler vom Basler [plug.in] und Felix Stalder von Studiengang Neue Medien der HGKZ Zürich. Denen sich aber bereits jetzt eine ganze Anzahl namhafter KollegInnen als ErstunterzeichnerInnen angeschlossen hat (siehe die Liste als pdf - mit von der Partie ist übrigens auch unser General Stumm).

In diesem Brief dargelegt findet sich die durchaus sehr berechtigte Sorge von KünstlerInnen und Kulturschaffenden ob der Konsequenzen, welche die anstehende Novelle der Urheberrechtsgesetze auf das gesamte kulturelle Feld zu zeitigen geeignet ist.

Vielleicht nicht alles Wissenswerte hierzu, aber doch einige der wichtigsten Eckdaten werden auf den Kunstfreiheit-Seiten (und im Brief) genannt. Wer mehr wissen und die Initiative diskutieren möchte, sollte sich unter anderem den Termin einer Podiumsveranstaltung zum Thema vormerken, die am 18.10.06 ab 18:00 Uhr in der HGKZ Zürich stattfinden wird.

Sowie, mindestens möchte dies miss.gunst wärmstens empfehlen, sich angelegentlich die mittlerweile recht reich bestückten Archive der Digitalen Allmend zu Gemüte führen. Auf die sie, nebenbei bemerkt, (ebenso wie gestern auf die kunstfreiheit-Initiative) in ihrer Haupt- und Stammresidenz, dem HOME MADE-weblog bereits verschiedentlich verwiesen hat.

kunstfreiheit.ch jedenfalls wünscht miss.gunst jedenfalls gutes Gelingen und nachhaltigen Erfolg - schon in ihrem ureigensten Interesse sozusagen. Vor allem aber: Im Interesse der Kunst.

02.10.06

Roboter-Toys: Lego Mindstorms Reloaded

mindstorms-nxt-1.bmpLego macht mit seinem Roboter-Baukasten Mindstorms einen neuen Anlauf. Ziemlich heiss - wenn man bedenkt, dass Mindstorms trotz grossem medien Hype bisher nicht das gebracht hat, was man sich davon erhoffte. Klar ist aber: Lego Mindstorms ist cool - in der neuen Version noch mehr als vorher. Und die (grossen) Kids werden begeistert sein, denn in dem Kasten steckt wahre Hightech zum Knuddeln und vor allem zum Bauen.

Lego Mindstorms als Symbol für den Niedergang der Firma in den letzten 10 Jahre. Das Produkt war geschaffen worden als Antwort auf die digitale Herausforderung im Kinderzimmer – zusammen mit einer ganzen Armada von weiteren elektronischen Produkten. Lego Mindstorms hat diesen Trend nicht brechen können als Konsequenz musste Lego zahlreiche Fabriken schliessen, Leute entlassen und beispielsweise den Produktionsstandort Schweiz ganz aufgeben.


Mehr noch: Lego Mindstorms kam bei der eigentlichen Zielgruppe der Kinder nicht an. Es war mit über 400 Franken wohl zu teuer und letztlich auch zu komplex. Angesichts des fehlenden Erfolgs darf man sich fragen, ob die Vision des amerikanischen Mathematikers und Piaget-Schüler Seymour Papert nicht gescheitert war. Würde man Kinder mit solchen Baukästen in Berührung bringen, würden sie ganz von allein anfangen zu entdecken und zu gestalten – und damit zu lernen.


Zuletzt konnte es auch im Einzelhandel gar nicht mehr gekauft werden, sondern musste über einen spezialisierten Vertrieb bestellt werden. Trotzdem ist Lego Mindstorms eine Erfolgsgeschichte: Das Spielzeug erlangte bald Kultstatus. Zum Erfolg verholfen hatte dem Spielzeug erwachsene Nutzer, zudem wurde es mit Erfolg an Schulen und Universitäten eingesetzt.


Es ist wohl diesem Erfolg zu verdanken, dass Lego nun einen weiteren Anlauf unternimmt mit einer vollkommen neuen und überarbeiteten Version – Lego Mindstorms Nxt. Das Spielzeug wird wiederum in zwei Versionen verkauft – einmal für Endnutzer und einmal für Schulen. Die Spielzeugroboter sind damit zurück im Einzelhandels-Kanal.

mindstorms-nxt-3-m.jpg

In der neuen Version wurden zahlreiche Schwächen der ersten Version ausgemerzt und verbessert – dabei liess sich Lego von über 100 begeisterten Usern aus der ganzen Welt beraten. Herausgekommen ist ein vollkommen überarbeiteter und technologisch moderner Baukasten: Der alte 8bit Prozessor wurde durch einen leistungsfähigen 32bit Prozessor ersetzt, Sensoren und Motoren wurden überarbeitet und ergänzt, so gibt es zum Beispiel neu einen Soundsensor. Die Motoren arbeiten heute dank einer 256 Grad Einteilung und einem Feedbacksystem wesentlich genauer. Überarbeitet wurde auch die ganze Software.


Der offizielle Lego Link
Lego Mindstorms kaufen in der Schweiz: www.educatec.ch
WIRED Magazine über Lego: WIRED 14.02: Geeks in Toyland

anonym browsen jetzt!

torpark.gifLeider vorerst in der Einfachheit nur für Windows erhältlich: Ein Firefox-Derivat, das das anonyme Surfen via Tor-Netzwerk gleich eingebaut hat: TorPark! "Tor" ist ein Netz im Netz. Eine Art "Hütchenspieler", der sich zwischen Dich und das Ziel schaltet, auf das Du Deinen Browser richtest. Die Folge: Der Betreiber des Servers, von dem Du Infos abgerufen hast, findet in seinem Logfile keine IP-Adresse, die zu Dir führt.

TorPark im Kurztest: Zugriff auf Webserver einmal von Mac aus mit Firefox, einmal mit TorPark von XP-Kiste aus, beide Rechner in demselben Subnet hinter dem NAT-Router an einem Cablecom-Anschluss (im Normalfall erzeugen XP und Mac im Webserverlog einen Eintrag derselben IP, nämlich der des Cablecom-Anschlusses). Das Webserverlog zeigt tatsächlcih für den Mac die externe Cablceom-IP, für den Windowszugriff aber eine IP, deren traceroute irgendwo nach Frankreich führt.

Kurzbefund: TorPark funktioniert! Willst Du nicht, dass im Logfile des Webservers zu dem Du surfst, eine IP-Adresse steht, die mit nur minimalem Aufwand zu Dir zurückzuverfolgen ist, benutze TorPark! Der Browser trägt übrigens das Gütesiegel von "Cult of the dead Cow" (cDc).

Eine wichtige Bemerkung zum Grad der Anonymität, der mit TorPark erreichbar ist, zitiert von der hacktivismo-Site:

It is important to note that the data passing from the user’s computer into the TOR network is encrypted. Therefore, the user’s Internet Service Provider (ISP) cannot see the information that is passing through the Torpark browser, such as the websites visited, or posts the user might have made to a forum. The ISP can only see an encrypted connection to the TOR network. However, users must understand that there are limitations to the anonymity. Torpark anonymizes the user’s connection but not the data. Data traveling between the client and the TOR network is encrypted, but the data between the TOR network and websites is unencrypted. Therefore, the user should not use his/her username or password on websites that do not offer a secure login and session (noted by a golden padlock at the bottom of the Torpark browser screen).

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