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Videokünstlerischer Post-Petrolismus in Fribourg

Die heutige Vernissage zur Ausstellung "A Moral Equivalent of War : a Curiosity, a Museum Piece and an Example of a Road not Taken" im Fribourger "Fri-Art" (Centre of Modern Art) bestätigt, was wir schon diesen Herbst hier vollmundig ankündigten: Die Zürcher Künstler Christina Hemauer und Roman Keller präsentieren morgen in Fribourg ihre Videoarbeit, in der sie den einstigen Sonnenkollektoren auf dem Dach des Washingtoner White House - und zugleich ihrer Verschränkung von Umwelt-Engagement und Kunst-Tätigkeit - nachforschen.


keller_zitrone.jpgWas Jimmy Carter 1979 installieren liess, hat dessen Nachfolger Ronald Reagan schleunigst wieder entfernen lassen - und damit einem eingeschlagenen Weg zur Popularisierung erneuerbarer Energien, kaum beschritten, ein rasches, aber kein definitives Ende bereitet - so zumindest doch mittlerweile unser aller Hoffnung. Die Vernissage zur Ausstellung findet - wir sind spät dran, doch lassen Sie mit umweltschützerischem Optimismus gelten: last but not least - HEUTE um 18.30 Uhr statt. Die Ausstellung ist bis zum 3. Juni zu sehen.


Der Fotograf und (Medien)Künstler Roman Keller arbeitet schon länger an der Schnittstelle Kunst/Umweltwissenschaft. Die Ausstellung in Fribourg wäre allenfalls auch eine Gelegenheit zu erfahren, wo Keller mit seinem Standby-Projekt steht. Zu diesem Projekt gehört die Entwicklung eines Abschalt-Gerätes, mit dem beispielsweise beim Verlassen eines Büros alle Geräte miteinander abgeschaltet werden können. Nachdem wir uns kürzlich ein handelsübliches Exemplar angeschafft haben, verstehen wir Kellers Anliegen ungleich besser: ein Gerät zu entwickeln, das die "Lust abzuschalten" weckt. Denn das unsrige hat in seiner Formgebung schon eher etwas Grausliches an sich.


An der Vernissage, genau um 19.30 Uhr, wird der Performance-Künstler Arthur Bowler auftreten - ein Grund mehr vielleicht, sich spontan für einen Abstecher nach Fribourg zu entscheiden? Auch ist zu erwähnen, dass zugleich die junge britische Künstlerin Stella Capes in ihrer ersten Schweizer Ausstellung zu sehen ist.


Bildnachweis: Bild-Ausschnitt aus einer weiteren umweltschützerisch-medienkünstlerischer Arbeit von Roman Keller, dem PDF-File "come_on_beuys-shine".

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