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Wir sind die Öffentlichkeit...

re07_k1.gif... wäre eine mögliche Übersetzung für den Titel einer Konferenz, die vom 11. bis 13. April (07) in Berlin stattfindet und sich dem "Leben im Netz" widmen will.
Sowie natürlich jenen Medien, die mehr und mehr Menschen dazu ermuntern, dieses aktiv mitzugestalten.


Jedenfalls ist es wohl der kleine Doppelpunkt in "re:publica", der signalisieren soll, dass es hier nicht einfach nur um ein Stelldichein von Medien-Aktiven der Berliner Repubik oder von Menschen geht, die sich allgemein mit öffentlichen Dingen (wie man das lateinische "res publica" erst einmal übersetzen könnte) beschäftgen.

re07_g2.gifWobei sich miss.gunst - wie immer gern advocata diaboli - im Stillen fragt, ob über die Assoziation zum bei E-Mail-Antworten in englischen Programmen erscheinenden "re:" vielleicht auch so etwas wie "Gegenöffentlichkeit" gemeint sein könnte. Was allerdings gleich zu weiteren Grübelein einladen würde - wie etwa: Werden so genannte "Bürgermedien" und individuelle Medienpartizipation da gleich als potentielle Opposition zur sonstigen Medienlandschaft gedacht? Und was soll eigentlich überhaupt eine "Gegenöffentlichkeit" sein? Denn gegen Öffentlichkeit dürften ja nun die meisten MedienproduzentInnen, wes Geistes Kind sie auch immer sein mögen, wenig bis nichts einzuwenden haben - ganz im Gegenteil.

re07_g.jpgAber das ist auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erstens viel zu weit und zweiten in die falsche Richtung gedacht. Wie sich mit einem Blick auf das bislang feststehende Programm der Veranstaltung feststellen lässt, zu der das Blog-Unternehmen spreeblick und die Agentur newthinking communications bzw. in persona deren jeweilige Begründer Johhny Haeusler und Markus Beckedahl (s.a. netzpolitik.org) einladen.

Neben echten Themen-Klassikern wie Fragen rund um die "Identität(en) im Netz" gibt es Vorträge und Workshops vor allem zu jenen Applikationen bzw. Formaten, die derzeit - noch - gern unter dem Schlagwort "Web 2.0" gefasst werden, zu Blogs, Bloggern, Blog-Freuden und -Leiden, zu Computerspielen (die in der Tat mittlerweile für manche die Tür schlechthin zum "Leben im Netz" darstellen - womit man dann den Doppelpunkt zwischen "re" und "publica" nochmals anders auffassen kann). Und so weiter.

Und so weiter? Ja genau - was sonst noch so passieren könnte, lässt sich mindestens zum aktuellen Zeitpunkt wohl noch ein wenig mitbestimmen. Jedenfalls gibt es ein Planungs-Wiki, in dem man unter anderem weitere Themen vorschlagen kann. Gleich schon mal verbindlich anmelden geht im Übrigen natürlich auch.

[Bildchen: oben u. unten links re:publica; mittig rechts eine Illustration zu o.g. Assoziation.]

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