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26.06.08

Klangperformance mit Schulkindern - mit badabum von Simo Berz

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Simon Berz - Schlag und Klangzeuger wie er selber sagt - war Gast diese Tage im L'Arc in Romainmôtier, zusammen mit dem holländischen Künstler Kaspar König. Mit 20 Minuten Podcast.

Simon Berz erzählt im digitalbrainstorming podcast von einem Projekt, das er mit Schülerinnen und Schüler aus Steinhause (ZG) realisiert hat.

Badabum - Seite von Simon Berz

22.06.08

Musikautomaten

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Nostalgie ist das Stichwort, das schnell zur Hand ist, wenn man die Spieldosen und Musikautomaten des 18. und 19.Jahrhunderts betrachtet. Tatsächlich kann man sich kaum der Rührung und Faszination dieser Geräte entziehen. Ein kurzer, akustischer Rundgang durch das Spieldosen- und Automatenmuseum von St.Croix im Waadtländer Jura und ein paar Gedanken aus medien- und kulturgeschichtlicher Sicht.

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Musikautomaten wie sie früher in Schweizer Bahnhöfen zu finden waren.


Sicher ist es gefährlich, eine direkte Linie von den Spieldosen des 19.Jahrhunderts zur iPod der heutigen Zeit zu ziehen und auch die mechanische Musik müsste im Rahmen der zeitgeschichtlichen Bedingungen gewürdigt werden, verführerisch ist es dennoch: Was waren denn die Visionen der Instrumentenbauer? -

Musikgenuss zu jeder Zeit, unabhängig von Instrumenten und Musikern, aber auch ein Geschäftsmodell für Vermittler.... Multiplikation bis hin zur industriellen Produktion und wie dieser Wunsch dereinst eingelöst werden sollte, hätten sich Uhrmacher im Schweizer Jura - solche waren es nämlich - kaum zu träumen gewagt.

Interessant wäre zu wissen, in welchen sozialen und kulturellen Kontexten denn die Musikautomaten benutzt wurden und schliesslich wäre zu fragen, wie dies denn heute ist: Mechanische Musikautomaten werden nämlich nicht nur in Hongkong und Indien hergestellt um damit billiges Spielzeug auszurüsten, Spieldosen werden heute am gleichen Ort wie damals - in St.Croix - gefertigt. Als Luxusprodukt mit Preisen ab 500 Euro, für ein schönes Stück sind aber im Laden der Firma Reuge schon mal 10 000 Euro und mehr fällig.

Akustischer Rundgang durch das Museum in St.Croix - Podcast (5 Minuten - 5 MB)

http://www.musees.ch/

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Spieldose aus Genf, Ende 19.Jahrhundert.

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Guido Reuge - Firmengründer. Seine Firma produziert noch heute... übrigens ein Besuch auf dieser Seite lohnt sich allein schon wegen der Musik-Beispiele.... was zur Frage verführt, was denn das ist: Automaten-Musik simuliert Musik, mp3 Aufnahmen simuliert Automatenmusik.... was kommt denn da als nächstes Monsieur Baudrillard?.


BewernitzGoldowski denkt nach

Zwei Gäste im dorkbot Summercamp in Romainmôtier, die sich vor allem mit Klanginstallationen beschäftigen: Natalie Bewernitz und Marek Goldowski.

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Das Künstlerpaar aus Köln erklärt im digital brainstorming Gespräch Dominik Landwehr, mit welchen Projekten es im Moment befasst ist und welche Bedeutung dieses Sommercamp hat:

Natalie Bewernitz und Marek Goldowski im digital brainstorming Podcast - Gespräch Dominik Landwehr
Bewernitzgoldowski.com im Internet

Bitnik hackt im Kloster

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Letztes Jahr hatten sie das Zürcher Opernhaus gehackt und mit illegalen Telefon-Aktionen für Wirbel gesorgt. In diesen Tagen waren sie im L'Arc von Romainmôtier im dorkbot Summercamp: Zwei Mitglieder der Zürcher Medienkunstgruppe bitnik. Sie erklären im digitalbrainstorming Podcast im Gespräch mit Dominik Landwehr ihre künstlerische Vorliebe für das Hacken

Sieben Personen gehören zur Gruppe, zwei davon waren in der zweitletzten Juni Woche im L'Arc am Nachdenken, am Diskutieren und am Entwickeln. Zur Erinnerung: die bitnik sind letztes Jahr bekannt geworden durch ihre spektakuläre Installation mit den Wanzen, die sie im Zürcher Opernhaus plaziert hatten... Zu sehen war die Installation im Zürcher Cabaret Voltaire.

Domagoi Smoljo und Carmen Weisskopf beantworten im digital brainstorming Podcast die Fragen von Dominik Landwehr (22 Minuten - 20 MB)

Website von bitnikwww.bitnik.org
Website von dorbkot Schweiz:

21.06.08

Merkwürdige Dinge mit Strom: Dorkbot Summer-Camp im Kloster

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"People doing strange things" with electricty - Leute, die komische Dinge mit Strom anstellen" heisst das Motto der dorkbot Community. Und genau diese Community hat sich Mitte Juni im L'Arc in Romainôtier zu einer Arbeitswoche getroffen.n

Merkwürdige Dinge mit Strom - aber das ist nicht alles, was die dorkbot-Community auszeichnet: Ebenso wichtig ist dere freie Austausch und wie dieser freie Austausch abläuft erklären Monya Pletsch, welche die Fäden bei dorkbot Schweiz in den Händen hält und zwei ihrer Gäste: Niki Schawalder und Martin Freuz im digital brainstorming podcast.

Hier gehts zum Gespräch mit den 3 dorkbots: Audiofile 31 MB - 38 Minuten

dorkbot Schweiz

16.06.08

Radio-Interview zum Buch "Mythos-Enigma"

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Telefonanruf aus Baden-Baden: Der SWR2 widmet seine Sonntagsmatinee dem Thema Spitzel und Spione. Dazu passt doch auch die Geschichte mit der Chiffriermaschine Enigma. Also nichts wie los, nicht nach Baden-Baden, nein, aber ins Studio von Radio DRS beim Zürcher Bucheggplatz. Über Skype gehts (noch) nicht.

Und dann schwebt auch schon Moderatorin Manuela Reichert - sie sitzt gerade beim RBB in Berlin - durch den Kopfhörer. Zehn MInuten Konzentration, dann Kopfhörer ab und rausspazieren. Ach ja, der nette Techniker hat den Aufnahmeknopf gedrückt, so hab ich auch schon eine Kopie des Gesprächs. Beim letzten Besuch hier gabs noch Bandmaschinen. Alles weg...nur noch Bildschirme und fleissig tippende Bienen und Ameisen.

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Sonntagsmatinee SWR 2: Im Visier: Spitzel und Spione. Manuela Reichert im Gespräch mit Dominik Landwehr

Webiste zum Buch: Mythos Enigma. Die Chiffriermaschine als Sammler- und Medienobjekt.

Das Bild oben ist auch ein kleines Geheimnis: Es zeigt eine abgefangene Enigma-Botschaft aus der Schweiz. Warum aus der Schweiz? - Die Antwort dazu findet sich im erwähnten Buch.

09.06.08

etoy am Pekinger Mammut-Medienkunst-Festival

namoc2.jpgHeute wird die Ausstellung "Synthetic Times" im Herzen von Peking, gleich neben der Verbotenen Stadt, eröffnet. In einer Rundmail hat etoy heute morgen auf seinen Auftritt hingewiesen. Neben etoy sind aus der Schweiz noch eingeladen nach Peking: Yves Netzhammer und die Zürcher Gruppe "Knowbotic Research". Was bedeutet diese Präsenz von Schweizer Medienkunst in China? Wie erleben sie die Künstler? Hat vielleicht gerade Medienkunst, also eine Kunst, die gerade nicht Mainstream ist (war?), eine politische Verantwortung? Falls ja, wie sieht sie aus in Bezug auf das Gastland China?

Wir haben keine Antworten auf diese Fragen, doch es ist ja auch noch nicht aller Tage Abend, die Ausstellung hat eben erst begonnen. Beginnen wir, indem wir zur Kenntnis nehmen, hier mit diesem Link zu etoys Auftritt in Peking.

07.06.08

Hacker-Krimi mit Kultpotential: Die Millennium Trilogie von Stieg Larsson

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Lisbeth Salander hat sich einer Brustvergrösserung unterzogen. Das ist doch merkwürdig und so was hätte man dieser Frau nicht zugetraut. Hat sie doch nicht nötig. - Keine Angst, wir sind nicht im falschen Film und so vertraulich ist diese Neuigkeit auch nicht. Lisbeth Salander ist (leider) kein Mesnch aus Fleisch und Blut, sondern eine Romanfigur in der Millennium-Romanttriologie von Stieg Larsson. Und im digital brainstorming Blog ist das Buch, weil diese ungewöhnliche Frau eine Hackerin ist, und was für eine...

Zwar wissen wir seit den 70er Jahren und den Büchern von Maj Sjöwall und Per Wahlöö , dass aus dem Norden erstklassige Kriminalromane kommen. Aber diese Romantrilogie (Verdammnis - Verblendung - Vergebung) hat wohl alles übertroffen, was aus dieser Gegend kommt und weist ein erhebliches Kult- und noch mehr ein Suchtpotential auf. Dumm nur, dass man schon nach kurzer Zeit auf Entzug kommt. Denn nach dreimal 700 Seiten ist Schluss. Für immer. Der Autor Stieg Larsson ist nämlich bereits 2004 gestorben. Mittlerweile wurden die Rechte in 34 Ländern verkauft, es gibt Kritiker, die den Erfolg von Larsson bereits mit Harry Potter vergleichen...

2000 Seiten Spannung mit Figuren, wie sie merkwürdiger und lebendiger nicht sein könnten. Allen voran eben diese Lisbeth Salander. Autistisch, abweisend, dazu dünn, voller Tattoos und Piercings. Von der Psychiatrie kaltgestellt. Und sie hat einige ungeahnte Fähigkeiten: Erstens kann sie bei Bedarf auch mal richtig reinhauen und die Bösen kriegen in diesem Roman immer wieder mal was ab, so dass es eine wahre Freude ist und zweitens versteht sie was von Computern, um das jetzt mal zurückhaltend auszudrücken.

Einziger Wermutstropfen: Leider ist die Hackerwelt nicht mehr so wie im Roman. Es mag sie zwar noch geben, die Robin Hoods der Datenwelt und der Chaos Computer Club geniesst nach wie vor unsere Sympathie. Aber die Bösen - sprich das organisierte Verbrechen - hat in Sachen Hacking heute eoch wohl die Nase vorn.

Das spricht nicht gegen das Buch. Gute Lektüre!

Homepage Stieg Larsson: www.stieglarsson.com/
Stieg Larsson bei www.Schwedenkrimi.de

06.06.08

Was Autofetischismus mit Medienkunst zu tun hat

DSCF0062.JPGOft wird Medienkunst so präsentiert, dass nicht nur die Sache selbst, sondern auch die Umgebung anstrengend, weil zum Beispiel chaotisch, weil zum Beispiel subkulturell ist. Wer sich für einmal drei ausgewählte Medienkunst-Installationen in einem schönen, ruhigen Galerie-Raum ansehen will, dem sei der Zürcher Off-Space "Sirupspace", Nähe Bahnhof Enge, mit der momentanen Ausstellung "Klima/Lehni/Perret, Immersive Umgebungen" empfohlen.

Die Ausstellung ist noch bis Ende Juni zu sehen - und sollte unbedingt gesehen werden! Denn die Veranstalter des rund seit einem Jahr bestehenden Kunstraumes Sirupspace haben drei sehr eindrückliche, fast schon klassische Arbeiten für die kleine Ausstellung "Immersive Umgebungen" ausgewählt.

Da ist die interaktive Installation "Portuguese Guitar Hero" des internationalen Stars John Klima: eine Gitarre oder ein kleines Xylophon erlauben dem Betrachter, das Geschehen in der virtuellen Welt auf dem grossen Bildschirm zu beeinflussen. Die von der Betrachterin erzeugten Töne erwecken in dieser schemenhaften Welt Figuren zum Leben, die man einfach gesehen haben muss, so schön sind sie in ihrem Kommen und Gehen.

Bei der Installation "Apple Talk" von Jürg Lehni kommunizieren zwei Computer via Spracherkennungs-Programme miteinander und falls man im ersten Moment denkt, dass man dergleichen nun doch schon oft genug erlebt hat, dann wird man bald eines Besseren belehrt. Was diese Maschinen an (Un)Sinn produzieren, zieht in den Bann.

Vor zu grosser Sprachverklärung bewahrt das letzte Exponat, die Installation "Paint My Bass" von Raphael Perret, denn hier geht es um Handfesteres, um die Liebe des Autofetischisten zu all den Details, die ein Auto zieren und vor allem um die Liebe zu einem richtig tiefen, dröhnenden Bass. In einem gedrungenen Koffer hat die eigentümliche Musik-Anlage von Perret Platz. Sie ist Musikanlage, weil man sein I-Pod anschliessen und seine mitgebrachte Musik hören kann und zugleich ist sie ein wenig Auto, denn unter anderem ziert ein Jaguar das Gerät und anstellen kann man es mit einem Autoschlüssel. Der Clou ist aber ein angeschlossenes Zeichengerät, das auf die Bass-Töne der mitgebrachten Musik reagiert, weil es im Wesentlichen ein Bass-Verstärker ist und sich je nach Basslinie fortbewegt. Ein montierter Pinsel sorgt dafür, dass diese Bewegungen ein Bild entstehen lassen.

Ob die Arbeiten auch einzeln bestechen, ist schwer zu entscheiden: Auch als einzelne sind sie alle drei zweifellos sehr schön, aber vielleicht doch nicht genügend überraschend? In der von Sirupspace gewählten Dreierkombination aber überzeugen sie, zusammen ermöglichen sie eine konzise Begegnung mit gegenwärtiger Medienkunst. Insbesondere können die Arbeiten nicht nur die Freude am Konzeptuellen, sondern auch die Sinne befriedigen. Dazu gehört auch die sehr sorgfältige Ausstellung in einem prächtigen Raum und die anregende Auskunft, die man bekommt (zusammen mit einem Sirup, versteht sich).

Öffnungszeiten: Fr 14-18 h, Sa 12-17 Uhr. Ort: http://map.search.ch/zuerich/alfred-escher-str.23

02.06.08

Mauerspechte "picidae" im Migros-Magazin

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Grosser Bahnhof für die Schweizer Mauerspechte. Das Migros-Magazin (Reichweite über 2 Mio Leser) berichtet in seiner aktuellen Ausgabe auf drei Seiten über das ungewöhnliche Software-Projekte, das vom Migros-Kulturprozent 2007 im Rahmen der Werkbeiträge "Digitale Kultur" mit 25 000 CHF gefördert wird. Wir bringen den dreiseitigen Artikel als PDF-File

Zur Erinnerung: Die beiden "Mauerspechte" Christoph Jud und Matthias Wachter haben eine Software geschaffen, die es ermöglicht, den chinesischen Firewall und damit die Zensur zu umgehen. Die beiden verstehen ihr Projekt allerdings weniger als politischer Aktivismus sondern als künstlerisches Experiment zum Thema Wahrnehnumg. Das Internet, so sagen die beiden, wird an verschiedenen Orten der Welt nicht nur verschieden wahrgenommen, es präsentiert auch an verschiedenen Orten ganz andere Sichtweisen.

Hier gehts zur Reporte im Migros-Magazin:
"Kampf der Zensur. Migrosmagazin vom 2.6.08

Hier gehts zum Podcast mit den beiden Künstlern.
Interview mit Christoph Wachter und Matthias Jud von Picidea. (20 Minuten, 15 MB)


Picidae wird auch das Thema einer künstlerischen Präsentation und Installation im August im Kunstraum Walcheturm in Zürich.

01.06.08

etoys Hang zur Nekrophilie bekommt japanische Konkurrenz

A_080602_01.jpgAb Montag ist im Basler Medienforum "Plug.in" die Ausstellung "exonemo - UN_DEAD-LINK" zu sehen. Die japanische Künstergruppe exonemo hat gerade die goldene Nica der Ars Electronica gewonnen. Und noch etwas dürfte exonemo mit der vorwiegend schweizerischen Künstlergruppe etoy, die denselben Preis rund zehn Jahre früher gewonnen hat, verbinden: keine jugendliche Scheu vor dem Nekrophilen. Denn wie in etoys "Mission Eternity" geht es in der Basler Ausstellung um Fragen rund um unser aller Sterben.

Die Vernissage zur aktuellen Ausstellung im "plug.in" beginnt heute um 20 Uhr, die Künstler werden live anwesend sein und eine musikalische Invervention darbieten. Es wird interessant sein, diese aus Japan stammende medienkünstlerische Auseinandersetzung damit zu vergleichen, wie etoy die Todesthematik in ihrem Langzeitprojekt "Mission Eternity angeht. Zum aktuellen Stand des etoy-Projektes, das übrigens gerade in einer Mammut-Ausstellung in Peking gastiert, siehe den "Mission-Eternity-Blog" von etoy.

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