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29.08.08

Die Medien-Kunst von Ubermorgen

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Nein, es ist kein Schreibfehler. Unter dem Begriff Ubermorgen arbeitet der Schweizer Medienkünstler Hans Bernhard seit einigen Jahren und hat zusammen mit seiner Partnerin Lizvlx (auch das ist kein Schreibfehler) eine Reihe von Projekten geschaffen, die grosses Aufsehen erregten. 30 Minuten Audio!

Google, Amazon und Ebay - die drei grossen im US dominierten Internet-Business - hat sich Ubermorgen in den letzten Jahren vorgeknöpft.Im digitalbrainstorming Podcast erklärt Hans Bernhard die Medien-Kunst von Ubermorgen. Demnächst erscheint auch eine Monografie über den Schweizer Medienkünstler. Dominik Landwehr vom Migros-Kulturprozent unterhielt sich mit Hans Bernhard. Das Gespräch wurde am 29.August 2008 in Zürich aufgenommen.

Hans Bernhard im digitalbrainstorming Podcast (27 Minuten - 27 MB)

Zur Internetseite von Ubermorgen und Hans Bernhard

25.08.08

Kulturbüro Basel eröffnet

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Was lange währt wird endlich gut: Mit einer Party ist am Wochenende das Basler Kulturbüro eröffnet worden. Ab sofort stehen HD Videokameras, Schnittplatz, Farbkopierer und vieles mehr interessierten Kulturschaffenden zur Verfügung

Offen ist das Basler Kulturbüro eigentlich schon seit Juli - klugerweise hat man aber die grosse Eröffnungsparty etwas später gemacht. Der Regen hat die Neugierigen am Freitagabend nicht abgeschreckt scharenweise zu kommen und die neuen Räume an der Florastrasse 2 gleich neben der Kaserne zu besichtigen.

Damit gibts nun schon vier solche Einrichtungen in der Schweiz - nach Zürich, Bern und Genf ist Basel das vierte Kulturbüro. Die Koordination der Kulturbüro Arbeit liegt beim Migros-Kulturprozent, das an allen Büros mitgeteiligt ist. Die erste Geige spielen in Basel und auch anderswo die lokalen Partner. In diesem Fall die Christoph Merian Stiftung, der Kanton Basel-Stadt, der Lotteriefonds Basel-Stadt und der Lotteriefonds Basel-Landschaft, die alle das Projekt finanzieren.

www.kulturbuero.ch

22.08.08

Mr Disney an der ETH Zürich

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Der US Disney Konzern will schon demnächst ein Forschungslaber in der Schweiz eröffnen und spannt deshalb mit der ETH Zürich zusammen. Leiter dieses neuen Labors, das bereits im Oktober seinen Betrieb aufnehmen wird, ist der ETH-Informatik-Professor Markus Gross, Spezialist für Fragen von Computer-Grafik und Design. Im digitalbrainstorming-Podcast erklärt er die Hintergründe.

Der Entscheid des Disney-Konzern überrascht, denn bisher war Schweizer Technologie im Bereich Entertainment nicht so gefragt. Überraschend mag von aussen aber auch erscheinen, dass ein Unterhaltungs-Konzern wie Disney überhaupt engagiert ist im Bereich der Forschung.

Prof.Markus Gross erklärt im digitalbrainstorming Podcast, weshalb dies so ist. Das Gespräch fand am 22.August 2008 an der ETH Zürich statt. Leitung: Dominik Landwehr

16.08.08

Die Dadaisten im Abstimmungskampf

Am 28. September wird in Zürich über das weitere Schicksal des Cabaret Voltaire abgestimmt. Das Cabaret hat die Polizei, oder zumindest polizeiähnliche Gestalten, auf seine Seite ziehen können, wie folgendes Video belegt. Und auch wir plädieren für Unterstützung der Institution, mit einer kleinen Lobpreisung.

Hier das Video zur Abstimmung vom 28. September.

Die Lobpreisung ist die Erinnerung an die für ein so kleines Haus erstaunlich gross angelegte Ausstellung "Fuga Saeculi" über den Dadaisten Hugo Ball, ein Ausstellungszyklus mit zahlreichen Gästen (14. September 07 bis 29. Februar 08). Mit der Ausstellung hat die von der SVP attackierte Zürcher Institution, namentlich Dada-Kurator Adrian Notz zusammen mit seinen Team-Kolleginnen und Kollegen und vor allem mit dem deutschen Kurator-Furioso Bazon Brock, den Kern-Auftrag ans Cabaret Voltaire überzeugend umgesetzt: a) Auseinandersetzung mit dem historischen Dadaismus und b) Aktualisierung des Dadaismus.

Noch ein kleiner Annex an dieses Argument, das sich ja auf eine abgeschlossene Ausstellung bezieht: Die aktuell ausgestellte Arbeit "kriech + frieden", eine Videoinstallation der deutschen Künstlerin Patricia Hoeppe, bestätigt das Aktualisierungs-Potential des Hauses: Wenn doch die Russen und einige weitere armierte Nationen immer nur ebenso kröchen!

12.08.08

Zürcher Mauerspechte im SPIEGEL TV

Die beiden Zürcher Mauerspechte und ihr Projekt "picidae" sind im Moment gefragte Leute. Das Projekt, das vom Migros-Kulturprozent gefördert wird, ist zur Zeit im Fokus der internationalen Medien. Nächste Woche, d.h. am 20. und 21.August sind die beiden Künstler im Rahmen von "digital brainstorming" zu sehen.

Medienanfragen erreichen die beiden zur Zeit vor allem aus Deutschland: ZDF, ARD, SPIEGEL und STERN interessieren sich für das Projekt und die Macher dahinter. Eine Kostprobe davon ist online zu sehen, zum Beispiel bei SPIEGEL TV.
www.spiegel.de/video/video-24589.html

Kulturwissenschaftliche Positionen der Medienforschung

"Medias in res" hiess eine Tagung, die im Juli am Institut für Medienwissenschaft der Uni Basel stattgefunden hat. Das Institut hat nun einen guten Teil der Vorträge als Podcast veröffentlicht

Die Audio-Dokumentation von Tagungen im Internet ist für alle eine neue Erfahrung: Für Publikum ebenso wie für Referenten und Veranstalter. Anders als beim gedruckten Text ist aber eine schnelle Rezeption viel schwieriger. Erste Erfahrungen zeigen, dass diese Art von Dokumentation sehr gefragt ist.

Die Probe aufs Exempel machen kann man gleich hier.

07.08.08

Watchy Walky TV on tour: Mehr als nur ein schräges TV Projekt

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Ziemlich anders, ziemlich schräg, ziemlich lokal - das sind einige Eigenschaften, die auf das Fernseh-Projekt Watchy-Walky TV zutreffen. Es besteht im Wesentlichen aus einem umgebauten Lieferwagen und einer Handvoll Enthusiasten, mit ziemlich eigenwilligen Ansichten über das Medium TV. Das Projekt wurde auch vom Migros-Kulturprozent gefördert.


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Der Übertragunswagen hat es buchstäblich in sich: aussen oliv, innen knall grün. Hilft beim Trickmischen. Und davon dürfte es einiges zu sehen geben. Auf dem Dach zwei Antennen: Ein Richtstrahler und ein Rundstrahler. Zu empfangen ist Watchy Walky TV in einem Umkreis von 200 bis 300 Metern. Metern, wohlverstanden, nicht Kilometer. Lokal und analog - das ist das Credo.

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Am Freitag 8.August gehts los - mit einem Infotag am Zürcher Sihlquai 125. Hier wurde in den letzten Wochen und Monaten am Ue-Wagen gearbeitet und von hier startet in Kürze auch die WW TV Tour. Sie führt zunächst in die Ostchweiz, genauer auf den Landsgemeindeplatz in Appenzell. Später gehts dann auf die Bodenseefähre und weiter nach Kandersteg und in die Ostschweiz.

Ein genauer Tourplan findet sich auf der Website von Watchy Walky TV

Der Übertragunswagen bietet, das lässt sich schon jetzt sagen, auch einiges fürs Auge. Und zum Schluss eine kleine Warnung: Wer von WWTV konventionelles Lokal oder Regional TV erwartet, wird möglicherweise enttäuscht sein. Die Bilder, die live gesendet werden, erfahren nämlich einige Transformationen, bevor sie auf den Sender gehen. Ja, und wer keinen analogen TV mehr hat, kann bei der jungen Crew einen solchen mieten, oder beim Nachbar schauen. Und wie gesagt: Watchy Walky TV hat einen Aktionsradios von 200 - 300 Metern!

Mehr zum Thema gibts im digital brainstorming Podcast vom 6.August 2008: Dominik Landwehr unterhält sich mit dem Teammitglied Jeremy Meret.

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06.08.08

Genf: André Iten gestorben

Mitten in der Ferienzeit diese traurige Nachricht aus Genf: André Iten, Gründer und Leiter des Centre pour l'Image Contemporain, ist am 23.Juli im Alter von 56 Jahren verstorben.

André Iten hatte sich grosse Verdienste im Bereich der Neuen Medien und namentlich der Videokunst erworben. 1985 hatte er die erste internationale Videowoche in Genf durchgeführt. Die Videosammlung die er aufgebaut hat, umfasst heute 2700 Werke.

Sein Tod - offenbar ist er an einem Hirnschlag gestorben - kommt in einer für ihn und sein Zentrum schwierigen Zeit: Erst im Mai dieses Jahr wurde nämlich beschlossen, dass das Centre pour l'Image Contemporain (CIC) in seiner heutigen Form aufgelöst werden soll. Die Videosammlung wird ans Genfer Musé d'Art Moderne et Contemporaine übergehen, Iten wäre aber Kurator und Leiter der Sammlung geblieben.

Im kommenden Herbst soll ein letztes Mal das Festival Version stattfinden, das Iten bisher im Wechsel mit der Biennale de l'iimage en Mouvement veranstaltet hatte.

Centre pour l'Image Contemporain
Nachruf in der Westschweizer Zeitung "Le Temps" vom 25.Juli 2008

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