Zwei Wikipedisten und ein Kolloquium in Basel
Seit wann entwickeln und reflektieren die zwei Historiker Peter Haber und Jan Hodel Einsatzmöglichkeiten der Digitalen Medien im Geschichtsunterricht und weiterer Lehrbereiche? Man müsste lange zurückrecherchieren. Stattdessen sei hier nur auf eine aktuelle Veranstaltung verwiesen, das "Forschungskolloquium Wikipedistik", das Peter Haber zusammen mit dem Basler Institut für Medienwissenschaft am 8. Dezember im Pharmazentrum der Universität Basel durchführt und an dem auch Jan Hodel referieren wird.
Jan Hodel wird sich an dem Kolloquium, das am Ende des medienpraktischen Kurses Wikipedistik des Basler Instituts für Medienwissenschaft stattfindet, zum Thema "Wikipedia macht Schule" äussern. Wer den Schulalltag sprich die Recherchetechniken der SchülerInnen nur ein bisschen kennt (und die eigenen Recherche-Techniken ungeschminkt evaluiert), dem/der leuchtet der Titel dieses Vortrags unmittelbar ein. Was nun beginnen mit diesem Siegeszug von Wikipedia, dieser gwaltigen, dieser hochkomplexen und launigen Wissensmaschine? Wir haben nur Bewunderung und Dankbarkeit, einige Einwände und grosse Neugierde, aber keine Antwort und kennen auch die Anworten der zwei "Wikipedistik"-Experten nicht und halten darum die Tagung für vielversprechend. Denn was Not tut, ist ein kreativer, ein offensiver, ein neugieriger und ein kompetenter, ein engagierter Umgang: Dafür braucht es Zeit und Hartnäckigkeit und beides beweisen die zwei Wissenschaftler, die an der Universität Basel (Haber) und der Fachhochschule Aarau (Jodel) tätig sind, unter anderem mit ihrem Weblog zu Geschichte und Digitalen Medien. Dieses betreiben sie schon seit längerem - wie lange, das wissen wir in diesem Fall, hat der Weblog doch letztes Jahr sein zehnjähriges Jubiläum gefeiert.
Bildnachweis: Das Bild stammt vom Netzkunstgenerator Cornelia Sollfranks.

