Open-Content-Source-Access-Radio sucht Community
"Ein Schwarm an engagierten Usern macht ein mindestens so gutes Programm wie eine herkömmliche Redaktion." Auf dieser These baut das Basler Radioprojekt Open Broadcast auf, das ab 15. November ein Testprogramm sendet und am 1. Januar 2010 regulär auf Sendung geht. Wollen wir uns zurücklehnen und mal abwarten, ob das Projekt auf Sand gebaut ist? Klingt nach guter Unterhaltung, doch der Haken: Die User sind wir. Wollen wir Sand sein oder der Fels, auf dem die Informationsgesellschaft einen ihrer neuen Paläste baut? Morgen 21 Uhr im Zürcher Kunstraum Walcheturm erfahren wir mehr.
Open Broadcast ist ein vom Bundesrat konzessioniertes Radio und sendet via DAB+ (digital und doch on-air) in der Deutschschweiz, schweizweit via Kabel und weltweit via Webstream. Open Broadcast arbeitet nach den Prinzipien von Open Source, Open Content und Open Access, ist gemeinnützig und nicht kommerziell, und will ein "umfassendes Kultur und Wissensradio" werden. Das ist in der Tat ein "ehrgeiziges Programm", wie die Macher selber zugeben. Und eben, wir können nicht genüsslich das weitere Geschehen verfolgen, wir sind Teil der Wette: Open Broadcast ist auf der Suche nach "engagierten Akteuren aus Kultur, Medien und Wissenschaft", nach "Musikkreativen und Musikbesessenen aus allen Lagern, nach Radiomachern und Radionarren". Das klingt doch nach uns, zugleich aber nach viel Arbeit und aus rechtlichen Gründen können aber doch nur ausgewählte User mitmachen. Wie soll das alles zusammengehen? Die zwei Open-Broadcast-Vertreter Thomas Gilgen (ehem. Dachkantine) und Oliver Hagmann (Netlabel Interdisco.net) werden morgen abend um 21 Uhr im Kunstraum Walcheturm an der Zürcher Kanonengasse offene Fragen klären und ein mit Sicherheit kühnes Projekt vorstellen. Für weitere Veranstaltungen in London, Basel und noch einmal in Zürich siehe http://openbroadcast.ch.
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