04.07.16 06:44

Zweiter Cultural Hackathon in Basel

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Über 100 Personen haben am am 1. und 2. Juli 2016 am Cultural Hackathon an der Universitätsbibliothek Basel teilgenommen und mit viel Engagement und Grips versucht, kulturelle Datenbestände zu verbinden, zu bebildern oder auf intelligente Art und Weise zu erschliessen.


Es war eine bunt gemischte Gruppe, die sich für zwei Tage in Basel versammelte: Programmierer, Grafiker, Künstler, Historiker und andere Geistes- und Sozialwissenschafter und ganz einfach auch Leute, die sich keiner Gruppe zuordnen lassen. Sie alle arbeiteten an Datenprojekten, die im weitesten Sinn mit kulturellen Aktivitäten zu tun hatten. Organisiert wurde der Anlass von der Open Data Association Switzerland. Gastgeber war die Universitätsbibliothek Basel, die selber auch Daten aus ihrer Handschriftenabteilung zur Verfügung stellte.


Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer griffen auf vorhandene Datenbestände zu, die miteinander verbunden oder durch interaktive Grafiken erschlossen wurden. So arbeitete ein Team aus der Bundesverwaltung an der grafischen Erschliessung der öffentlich zugänglichen diplomatischen Akten der Schweiz. Ein Team aus der EPFL versuchte die Daten einer Schweizer Zeitung mit den Informationen des historischen Lexikons der Schweiz zu verbinden. Ein anderes Projekt wiederum will historische Fotos geografisch derart genau lokalisieren, dass Benutzerinnen und Benutzer ihre eigenen Fotos damit abgleichen können. Dass sich mit offenen kulturellen Daten auch vorzüglich spielen lässt, zeigt ein Computergame. Es basiert auf einer Illustration der berühmten mittelalterlichen Handschrift Codex Manesse.


Organisator Beat Estermann zeigte sich an der Schlusspräsentation des Anlasses mehr als zufrieden. Dank Unterstützung von verschiedener Seite, darunter auch vom Migros-Kulturprozent, konnte der Anlass auf hohem professionellen Niveau durchgeführt werden. Das zeigt sich etwa in der umfangreichen Dokumentation, die online einsehbar ist; dazu gehört auch ein kurzes Video.


Open GLAM ist die Philosophie hinter dem Anlass. GLAM steht für Galleries, Libraries, Archives, Museums. Denn nur wenn Daten offen ist, können sie auch weiterverarbeitet werden. Zu den bekanntesten Projekten mit dieser Philosophie gehört die weltumspannende Wikipedia.


Website des 2nd Swiss Open Cultural Data Hackathon


Weitere fotografischen Impressionen. Fotos: Dominik Landwehr, Migros-Kulturprozent
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Publiziert von Sternenjaeger am 04.07.16 06:44 in der Kategorie lesen

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