22.09.16 13:21

Kritische Notizen zur Ars Electronica 2016

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Zu viel Spektakel, zu wenig Reflexion. Das ist die Kritik des Medientheoretikers Lev Manovich zur Ars Electronica 2016.

Der 1960 geborene russisch-amerikanische Autor Lev Manovich gehört zu den wichtigsten Stimmen im Bereich der Medienkunst und Medienwissenschaft. Sein Buch ‚The Language of New Media‘ gilt als Klassiker und ist in zahlreiche Sprachen übersetzt worden. Seine jüngste Kritik äusserte er in einem Facebook-Eintrag. Dort schreibt er:


«How can something which was so culturally innovative 20 years .. became a shadow of its former itself (doing same things over and over just with new devices)? Can ‘digital art’ become again relevant? When early experiments by artists became the mainstream features of all social networks and mobile phones, what can an artist do? Of course, the answer is: Focus on ‘content’ and ‘form’ and think not of latest technical but new semantic and aesthetic possibilities.»


Noch deutlicher wird die Kritik in einem Blogbeitrag von Furtherfield, den er zitiert: «Ars Electronica is predominantly occupied by interactive spectacles that neglect to examine the social & political impact of technology.»


Fairerweise muss gesagt werden, dass die Kritik unterscheidet und die diesjährige Ausstellung CyberArts, die ebenfalls im Rahmen des Festivals stattfand, lobt. Interessanterweise sind gerade die Schweizer Beiträge an der diesjährigen Ars Electronica kritisch und befassen sich mit den sozialen und politischen Auswirkungen der neuen Technologien…





Publiziert von Sternenjaeger am 22.09.16 13:21 in der Kategorie lesen

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