Urheberrecht: Debatte Reloaded
Wer glaubte, die Debatte über das Urheberrecht hätte sich langsam totgelaufen, wurde in den letzten Wochen eines besseren belehrt. Die Emotionen gehen hoch und zwar diesmal bei den Künstlern.
Wer glaubte, die Debatte über das Urheberrecht hätte sich langsam totgelaufen, wurde in den letzten Wochen eines besseren belehrt. Die Emotionen gehen hoch und zwar diesmal bei den Künstlern.
Er rekonstruierte den legendären Colossus-Computer, der den Alliierten im Zweiten Weltkrieg half, Deutsche Funksignale zu entschlüsseln. Nun ist er im Alter von 80 Jahren gestorben: Der britische Ingenieur und Konservator Tony Sale.
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Das ist eine schlechte Nachricht: Die Online-Publikation Medienheft stellt ihren Dienst ein. Grund: Geldmangel. Die Online Seite, die von den beiden Landeskirchen getragen wurde, gehört zu den kompetentesten Stimmen in der Schweizer Medienpublizistik.
Google hat in den letzten Jahren angefangen, Bücher aus Bibliotheken im grossen Stil zu digitalisieren. In die Diskussion um dieses Unterfangen kommt nun mit einem Artikel im renommierten Wissenschaftsmagazin „Science“ neuen Schub und Optimisten sehen schon den Beginn einer neuen Wissenschaft unter dem Namen Cultural Humanities oder Culturomics am Horizont auftauchen…
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Seit vier Jahren bietet der Basler Projektraum Bblackboxx im Sommer ein kulturelles Programm an, das vor allem an die AsylbewerberInnen des nahegelegenen Basler "Asyl- und Empfangszentrums" gerichtet ist. Dieses Jahr hat die Bblackboxx-Initiantin Almut Rembges die britischen Künstler Heath Bunting und James Kennard eingeladen. Digitalbrainstorming.ch widmete deren Workshop-Reihe "Phone Home Haraga, Heath Bunting & James Kennard" schon zwei Beiträge. Diese relativ rege Berichterstattung auf einem der Medienkultur verpflichteten Blog provoziert die Frage: Was haben die "Abenteuer-Training-Camps" von Bunting und Kennard mit Medienkunst zu tun? Überlegungen zu einem irationalen Verhältnis.
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Cornelia Sollfranks inspirierender Brückenschlag zwischen ihrem Netzkunstgenerator und dem Werk von Andy Warhol war nicht ihr letztes Wort: Nun kommt die Hamburger Künstlerin mit Leibniz ins Gespräch. Sollfranks Netzkunstgenerator wird durch die Verschwägerung mit dem Universalgenie Leibniz nobilitiert, was sich ersterer auch ehr- und redlich verdient hat. Wobei Redlichkeit gerade in Urheberrechtsfragen strittig ist. Was der Netzkunstgenerator mit diesem Streit - und Sollfrank mit Warhol - zu tun hat, können Sie aufgrund des nebenstehenden Bildes leicht erahnen.
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Letzten Samstag war Generalversammlung der etoy corporation. Die Kunstaktiengesellschaft hat ab sofort keinen CEO mehr, stattdessen wird ein Triumvirat die Geschäfte führen: Dazu gehören Ex-CEO Zai sprich Agent Zai, Agent Monorom und Agent Haefliger. Die andere Neuigkeit: etoy geschäftet weiter. Die letzte: Aus etoys Underground-Tank-System ist eine Container-Burg mit Sonnenterrasse in silbern glitzerndem Weidenwäldchen geworden.
Man reibt sich ungläubig die Augen: Das Kölner Stadtarchiv ist eingestürzt. Noch ist unklar wie viele Opfer zu beklagen sind. Noch weniger klar ist, was mit den Beständen des Archivs geschehen ist, im schlimmsten Fall sind sie vernichtet. Die Katastrophe führt drastisch vor Augen, dass nicht nur digitale Daten ständig vom Untergang bedroht sind.
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Die Welt blickt in den nächsten Tagen nach Genf. Dort, genauer am CERN, beginnt nämlich eines der wichtigsten Experimente der modernen Physik, wenn der neue Grossbeschleuniger "Large Hadron Collider" in Betrieb genommen wird.
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Am 28. September wird in Zürich über das weitere Schicksal des Cabaret Voltaire abgestimmt. Das Cabaret hat die Polizei, oder zumindest polizeiähnliche Gestalten, auf seine Seite ziehen können, wie folgendes Video belegt. Und auch wir plädieren für Unterstützung der Institution, mit einer kleinen Lobpreisung.
Heute wird die Ausstellung "Synthetic Times" im Herzen von Peking, gleich neben der Verbotenen Stadt, eröffnet. In einer Rundmail hat etoy heute morgen auf seinen Auftritt hingewiesen. Neben etoy sind aus der Schweiz noch eingeladen nach Peking: Yves Netzhammer und die Zürcher Gruppe "Knowbotic Research". Was bedeutet diese Präsenz von Schweizer Medienkunst in China? Wie erleben sie die Künstler? Hat vielleicht gerade Medienkunst, also eine Kunst, die gerade nicht Mainstream ist (war?), eine politische Verantwortung? Falls ja, wie sieht sie aus in Bezug auf das Gastland China?
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Am Radio erreicht uns heute die Botschaft, dass der Computer Pionier Joseph Weizenbaum kürzlich verstorben ist. Weizenbaum war ein High-Tech Dissident. Ich hatte Gelegenheit, ihn im letzten Sommer an der ETH Zürich zu treffen. Zum ersten und letzten Mal.
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Heute meldet die Schweizerische Nationalbibliothek die ersten Schritte der Europeana, eines visionären Projektes der Europäischen Digitialen Bibliothek. Die Website www.europeana.eu soll in Zukunft Millionen von digitalisierten Dokumenten und Werken aus Europas Archiven, Museen, Bibliotheken und audiovisuellen Sammlungen über ein einziges Portal zugänglich machen. Die Meldung markiert - notabene nur erst eine Absichtserklärung - einen Meilenstein für das hehre Internet-Prinzip des möglichst ungehinderten Zugangs zu Information - und gibt Anlass, sich eines Schweizer Pionierprojektes, der Datenbank Schweizerischer Kulturgüter (DSK), zu erinnern. Denn diese hat - ganz unschweizerisch verfrüht - diesen Traum schon vor mehr als 15 Jahren geträumt, und dies exklusiv für die Schweiz.
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Meine Computer-Uhr zeigt 18.01 - und Google ist nicht abrufbar. Zum allerersten Mal ist Google für meine Wenigkeit, General Stumm von Netzwehr, nicht erreichbar, zum allerersten Mal. Es ist, als würde einem das Ross unter dem Hintern weggeschossen, das Feldbett verwehrt, als seien auf einen Schlag alle vereinigten Heere des Wissens vom Erdboden verschluckt.

genetic networks are the future, baby! Seit letztem Freitag sind die zwei ersten (?) Firmen im Netz unterwegs, die Dir für knapp unter $ 1'000.- ein DNA-Profil anbieten: decode.com aus Island und 23andme in Kalifornien. Beiden kannst Du einen Abstrich von Deiner Wangeninnendwand schicken und sie erstellen daraus eine Dir via Web zugängliche Karte Deines Erbgutes inkl. Kommentare von Fachleuten. Im Promovideo von decodeme ist u.a. die Rede davon, dass ihre Website Features anbietet, die bisher gemeinhin unter dem Label "Social Software" resp. "Social Networking Sites" fungierten: Du kannst Dein DNA-Profil mit anderen Profilierten vergleichen, Dritten Zugriff auf Deine Daten erlauben und mit ihnen kommunizieren. MySpace, Facebook et al. lassen grüssen! Wann kommt die Facebook Application, mit der Du ein DNA-basiertes social (insofern "genetic") Networking betreiben kannst? Die NY Times hatte es übrigens am Samstag auch von den beiden.
P.S. Hab ich erwähnt, dass Anne Wojcicki, eine der Gründerinnen von 23andme, die 2,9 Millionen Euro Startkapital von ihrem Mann, Googlegründer Sergej Brin, erhalten hat? Da wär noch ein Interview mit den beiden 23andme-Gründerinnen, in dem sie u.a. explizit von "social networks based on genetics" sprechen.
P.P.S. An 23andme ist auch Genentech beteiligt, die zur Mehrheit Roche gehört.
Genauer gesagt: Hündinnen im Weltall. Denn offenbar haben sich ihrerzeit bei einschlägigen Tests die weiblichen Exemplare als tauglicher für die Raumfahrt erwiesen. Wenngleich die eigentliche Probe aufs Exempel dann erst einmal eher unglücklich für die erkieste Pionierin verlief.
Kehret um, kehret um von euren bösen Wegen! (Hesekiel 33,11)Erstaunliches ist zu vernehmen aus der ETHZ. Selbstreflexion und Selbstkritik in der Kommission "Dialog Wissenschaft – Gesellschaft" haben ihre Mitglieder zu sehr grundsätzlichen Forderungen inspiriert. "Wir wollen zum Beispiel, dass der kompromisslose Wettbewerb unter den Forschern auf ein angemessenes Mass zurück geht. Wir wollen überdies erreichen, dass die Lehre als genau so wertvoll angesehen wird wie die Produktion von Spin-offs oder Patenten. Und wir wollen, dass die ETH-Absolventen wieder als der wertvollste 'Output' unserer Institution wahrgenommen werden," lässt sich Kommissionspräsident Gerd Folkers im aktuellen "ETHLife" zitieren. Und schuld daran ist Greenpeace.
Nichts Geringeres als zwei von Jimmy Carter höchstpersönlich auf dem Weissen Haus eingeweihte Solarpanels werden auf diesem Lastwagen an einem AKW vorbeitransportiert - vielleicht in eine bessere Zukunft? So jedenfalls dachte sie sich Carter. Zwei Schweizer (Medien)Künstler haben seine frühe Öko-Vision ausgegraben und nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Amerika wieder in Erinnerung gerufen.
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Was erwartet man von einer Konferenz, die im Forschungsinstitut einer renommierten Medieninstitution stattfindet und den sozialen, politischen und ökonomischen Potentialen von Web 2.0 gewidmet ist - also explizit danach fragt, was dessen Anwendungen für "das Individuum bzw. den einzelnen Nutzer (ICH) und ein sich etablierendes oder bereits bestehendes Netzwerk (WIR)" sowie "für den Journalismus oder Konzerne (DIE ANDEREN)" bedeuten?
Meine Grossmutter nuuschte in ihrem Nähkasten und ich nuuschte endlos im Zimmer, wenn ich zur Schule sollte. Bis auf die letzte Woche kam es mir nicht in den Sinn, dass man auch im Netz nuuschen kann, aber natürlich: Genau das tun wir alle! Vielleicht surfen wir tatsächlich manchmal grossartig von einem informatorischen Höhepunkt zum andern, doch meistens wühlen wir doch tastend und halb blind im Wirrwarr der undurchdringlichen Sites. Wir alle sind Netznuuscher. Aber wer nuuscht nach SM?
Am Freitag ist Einsendeschluss. Am nächsten Freitag muss, wer sich um eine schweizweite Konzession für "handy-TV" bewerben will, die ihn zum Aufbau eines ersten Teilnetzes bis vor die Euro'08 verpflichtet, sein Päckli auf die Post bringen. Die ComCom (Eidgenössische Kommunikationskommission) verlangt es so. Dabei geht's um eine Funkkonzession - im Gegensatz zu einer Programmkonzession (mehrere solche vergab das Bakom unlängst in Sachen DAB).
Die Zürcher "Digital Art Weeks 2007" sind eben vorüber. Unser Blog war nur scheinbar gänzlich verschwiegen im Vorfeld dieses medienkünstlerischen Mammut-Anlasses: Lady miss.gunst hat dazu im Vorfeld, wenn halt eben auch auf einer Art Zwillings-Blog in einem Beitrag das Wichtigste angekündigt. Nun hier noch eine nachträgliche Überlegung dazu, was die "Digital Art Weeks" der guten alten "Viper", dem einstweilen auf Eis gelegten Luzerner, dann, Basler, und jetzt dann vielleicht Berner Medienkunst-Festival voraus haben dürfte. Und hier sei auch noch, bei der Gelegenheit, der Link auf die Bilanz angegeben, die Luigi Kurmann, der ehemalige Präsident der Viper, in einer Rückblende zieht.
Continue reading "Digital Art Weeks, Viper und der White Cube als medienkünstlerisches Fegefeuer" »
Wer meint, es seien die Hersteller und die von diesen engagierten Werber, die stets die phantastischsten Zukunftsvisionen in Sachen Soft- und Hardware in die Welt entliessen, versteht zwar deren Sprache richtig zu entschlüsseln.
Dennoch sei versichert: Dass es meistens noch viel besser geht.
Luigi Kurman, der ehemalige Präsident der Viper, hat kürzlich unter dem Titel "Viper verlässt Basel" unter einer "Rückblende" seine Sicht der Dinge dargelegt. Das mehrseitige Traktat hat die "IG Film und Medienkunst", eine im April 2006 gegründete Basler Vereinigung von 17 Film- und MedienkünstlerInnen, dieses Wochenende ihren Mitgliedern kommentarlos verschickt. Da die Vereinigung selbst in dem manichäisch-schwarzweissmalenden Text als eine Art Bundesgenosse Kurmanns Erwähnung findet, liess die kommentarlose Versendung annehmen, dass die "IG Film- und Medienkunst" Kurmanns viperngiftig-einseitige Darstellung vorbehaltlos teile.
Auf der Art Basel dürfte sie auch dieses Jahr wohl wieder keine Rolle gespielt haben: "Netzkunst" lässt sich bekanntlich schlecht verkaufen. Wie soll das auch gehen, wenn sie online auf einen Klick für jede/n zugänglich ist, der oder die über einen Zugang zum World Wide Web verfügt?
Dass Computer doof sind, wissen wir natürlich. Sangen ja schon in den 1980ern die Spatzen von den Dächern Jungs von der Spliff Radio Show. Ach was, das haben Sie vergessen? Tja - gut möglich, dass daran Ihr doofer Computer schuld ist...
Mathematik erfreut sich bekanntlich nicht bei allen Menschen gleichermassen grosser Beliebtheit. Und ausgerechnet seit es dienstbare Rechner gibt, glauben viele, sich sogar das einfache Kalkulieren im Kopf sparen zu können.
Ein trauriger Zustand, oder? Wo Mathematik doch so etwas Schönes sein kann!
Der amerikanische Erkenntnistheoretiker Larry Sanger, ein Mitbegründer von Wikipedia, versucht, eine Alternative zur Online-Enzyklopädie Wikipedia aufzubauen, das "Citizendium", das "Bürger-Kompendium". Der Clue des ehrgeizigen Unternehmens: Nicht nur die Allgemeinheit, sondern auch Experten sollen federführend sein. Erhebt die Gegenreformation gegen Wikipedia, den stürmischen Reformator des enzyklopädischen Wissens, ihr Haupt? Ein kürzlich aufgeschalteter Essay von Sanger erlaubt, sich in Sachen Wikipedia und seine Kritiker über den derzeitigen Stand der Diskussion zu informieren.
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Vom Kollegen Sternenjäger erfahren wir das diesjährige Thema der
Lüneburger Konferenz "Hyperkult": Welche Visionen der Computer in den 90er Jahren hervorgebracht hat. Unser Lieblingsbeitrag für die Tagung stünde fest, wäre er nicht gerade die Verkehrung des verdienstvollen und aktuellen Themas, nämlich die Anti-Vision der 90er Jahre schlechthin: Oder haben wir damals jemals daran gedacht und uns ausmalen wollen, dass alles, aber auch alles irgendwann im Brockenhaus endet?
Continue reading "Wenn die Medientheorie mit der Heilsarmee" »
Die Auseinandersetzung um die Urheberrechte an der Musik - Stichwort Download von Tauschbörsen - steigt mindestens in der Schweiz in eine neue Phase: In einem Brief an 5000 DJ's in der Schweiz stellt die Tonträger-Produzenten-Vereinigung IFPI die Rechtslage aus ihrer Sicht dar.
Darf's noch ein bisschen mehr sein? Einfach nur HTML mit ein paar Hyperlinks drin reicht ja schon lange nicht mehr, wenn man mit seinen Webseiten etwas hermachen will. Und viele derer, die sich früher damit begnügten, als SurferInnen von Seite zu Seite zu gleiten, möchten nun doch lieber selber mitmischen.
Der Mormonenstaat Utah, of all places, macht ernst: Steve Urquhart, Republikanischer Parlamentarier in dem Bundesstaat, hat Politicopia lanciert: Ein Wiki zu Lokalpolitik. Wenn das Erfolg hat und Schule macht, gilt vielleicht tatsächlich bald: The Revolution Will Be Wikified.
Dankenswerterweise haben mir Leser des Blog-Eintrages "Viper Ade, aber Basel bleibt!" die Pressemitteilung zum geplanten "Festival der elektronischen Künste" mit folgendem Korrektur-Ansinnen zugeschickt: Das Basler Medienforum sei nur einer von mehreren Initianten des neuen Festivals. Und weiter: Offiziell stehe die Viper noch nicht vor der Auflösung, wie das im tatkräftigen Mail der IG Film und Medienkunst zu lesen war. Aber wo steht sie dann? Mutiert die Viper etwa zum Stehauf-Medienkunstmonsterchen?
Auf Jahresende erreicht uns eine Nachricht der Basler Interessengemeinschaft "Film und Medienkunst". Darin wird mitgeteilt, was niemanden überraschen, wenn auch nicht erfreuen, kann: Die Viper steht vor der Auflösung. Weiter heisst es in der Mitteilung, dass das Basler Medienforum "plug_in" und die "IG Film und Medienkunst" derzeit verhandeln. Und zwar darüber, wie sich die IG an einem zukünftigen "Festival der elektronischen Künste" beteiligen wird.
In der letzten Wochenend-Ausgabe der NZZ wird der Basler Kunsthistoriker Axel Christoph Gampp grundsätzlich: Wie neu ist die "Ästhetik des Mediums Internet"? Kann alleine die "Neuheit" des Mediums Internet dafür garantieren, "auch ästhetisch zu neuen Erfahrungen zu gelangen"? Die Frage ist natürlich rhetorisch und die Antwort des Kunsthistorikers voraussehbar. Doch von was spricht unser "Alles-schon-gehabt-Mann" vom Rhein eigentlich?
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Die Programmierer von local.ch, einer Tochter der PubliGroupe, haben von SF die Adressen aller möchte-gern MusicStars erhalten. Die Coder bastelten daraus den Star Navigator: Eine zoombare Karte (à la Google Maps) der Schweiz mit einer Stecknadel bei allen Kandidierenden. Was zunächst als ziemlich überflüssig erscheint, kann auch gegen den Strich gelesen werden: Aus welchen Gegenden / Quartieren will niemand MusicStar werden? Und warum?
DRM steht als Kürzel für...? Genau: "Digital Rights Management". Jedenfalls ist das die erste Übersetzung, die den meisten spontan in den Sinn kommen dürfte.
Klingt erst mal nach weiser Verwaltung der Rechtsverhältnisse im Umgang mit digitalen Medien und ergo auch mit Apparaten, die für die Herstellung, Speicherung, Übertragung und Wiedergabe entsprechender Daten zuständig sind.
Dass die allerdings nicht ganz unproblematisch ist, dürfte sich mittlerweile ebenfalls herumgesprochen haben.
Und genau deshalb gibt es jetzt auch eine Webseite, die diese Gemengelage etwas genauer ins Auge fasst.
Von der Freiheit der Kunst wird gern und viel geredet. Sowie geschrieben.
Meistens allerdings recht blumig - und ohne damit konkretes Handeln zu verbinden.
Anders liegt der Fall bei kunstfreiheit.ch, einer Initiative, die sich nicht nur einfach ein grosses Wort auf die Fahnen buchstabiert.
Bekanntlich will Google uns ja verbieten zu googeln. Wir dürfen eine Google-Suchabfrage starten, aber nicht googeln. Befehl ist Befehl, doch aus dem vorauseilenden Gehorsam ergeben sich Fragen: Wie steht es um das Wort "Google juice"? G...ibt man eine Google-Suchabfrage ein, ist das Ergebnis zwiespältig.
Oder genauer: Die Zukunft der zwischenmenschlichen Kommunikation.
Die in aktuellen Diskussionen um die Errungenschaften von Web 2.0-Anwendungen wie flickr, MySpace oder YouTube sowie um Nutzen und Nachteile von Blogs bzw. des Bloggens ja gern ins Spiel gebracht wird.
Nicht alles, was hier geschrieben wird, braucht im Sinn des klassischen Journalismus einen so genannten Aufhänger oder Buchsenöffner. Ein Blog wie dieses soll auch einfach zufällig gefundenen Gedanken - philosophische "objet trouvés" - versammeln und weitergeben. In diesem Sinn ist der nachfolgende Beitrag zu verstehen. Es ist eine kleine Hommage an den 1951 geborenen und heute in Mannheim lehrenden Kulturwissenschafter Jochen Hörisch. Für mich schlicht eine der originellsten Stimmen der Gegenwart. Zwei Auszüge aus zwei unterschiedlichen Werken sollen dies belegen:
Continue reading "Postmoderne, Mediengeschichte und anderes von Jochen Hörisch" »
Die Free Software Foundation verweist auf eine Site mit Infos zur Problematik der hochauflösenden DVD-Nachfolger Blu-Ray und HD-DVD. Besonders nett am DRM-(Digital Rights Management) System AACS, das zumindest BluRay verwendet: Es kann Deinen DVD-Player zerstören, wenn Du entweder eine nicht-lizenzierte Scheibe einlegst oder Deine Hardware auf eine Weise manipuliert ist, die der Blu-Ray-Association nicht passt.
Wikipedia, Blogs und andere Erscheinungen der neuen Internet Szene werden in den "alten" Medien heftig diskutiert und mit Misstrauen gemustert. Nach einer ersten Phase der Ablehnung und des Misstrauens von Seiten der Journalisten etabliert sich nun aber immer mehr eine differenzierte Auseinandersetzung. So setzt sich der Ökonom Beat Kappeler etwa in der NZZ am Sonntag vom 6.August mit den Thesen von Benkler ("The Wealth of Networks") auseinander und der Tages-Anzeiger vom 8.August würdigt die Rolle eines medienkritischen Blogs im Kontext des aktuellen Konflikts im Libanon.
Continue reading "Wikipedia und die Demokratisierung der Information" »
Ein Projekt, das leider nicht nur angesichts der jüngsten Kampfhandlungen im Libanon traurige Aktualität besitzt. Denn nach wie vor muss man konstatieren, dass die Menschheit insgesamt bis heute nicht gelernt hat, ihren Planeten in Frieden zu besiedeln. Irgendwo ist immer Krieg.
Am heutigen Montag lässt sich der 150. Geburtstag eines Erfinders feiern, bei dem zu Lebzeiten nicht nur metaphorisch die Funken flogen: Nikola Tesla.
Für diejenigen, die ihn zünftig begehen wollen, hat digital brainstorming gleich ein paar Tipps parat...
Auf dem Monte Verità gibt sich vom 9. bis 14 Juli die Crème de la Crème in Sachen Artificial Intelligence (AI) ein Stell-Dich-ein. Anlass ist der 50ste Geburtstag der Disziplin.
Dass Google sich zum neuen Nadelöhr unserer Wissensgesellschaft aufschwingt, ist zwar nicht Googles Schuld, sondern den technischen Funktionsweisen des Internets geschuldet. Doch das ändert an der noch kaum verstandenen und abgründigen intellektuell-maschinellen Vormacht Google oder etwaiger Nachfolger nichts.
Continue reading "Google ist mächtig, Europa dafür politisch korrekt, wie schön!" »